HomeImpressumLinksReisenGallery

USA Westküste Juni 2002


Donnerstag, 30. Mai 2002

Endlich ist es so weit, mit 1 Jahr Verzögerung holen wir unsere Hochzeitsreise in den Westen der USA nach.
Nachdem ich (Elke) es doch noch geschafft hatte unsere Koffer zu packen, starteten wir um 06:00 Uhr zum Frankfurter Flughafen. Björn und Ilona fuhren uns hin und überließen uns nach einem kleinen Frühstück uns selbst.
Das Flugzeug startete mit einer kleinen Verspätung von ca. 20 Minuten in Richtung Nordsee. Von dort aus gings dann weiter über Grönland, Kanada, die Rocky Mountains, Las Vegas bis nach Los Angeles (ca. 12:30 Uhr Ortszeit).
Der Flug und auch der Transfer zum Mietwagenverleih verliefen reibungslos.
Als wir unseren Mietwagen in Empfang genommen hatten (nachdem der Mann von Aloma verzweifelt verucht hat uns davon zu überzeugen lieber ein SUV zu nehmen anstatt den Buick Century), machten wir uns auf die Suche nach unserem Hotel, welches wir auch auf anhieb fanden.
Das Figueroa Hotel befindet sich direkt in Downtown und ist im mexikanischen Stil gehalten. Soweit wir es beurteilen können, war es ein echter Glücksgriff.
Im Hotel machten wir uns etwas frisch und dann besorgten wir uns erst einmal kalte Getränke. (Was für eine Wohltat!)
Danach setzten wir uns ins Auto und fuhren zum Santa Monica Beach. Wir konnten kaum glauben, daß ein und die selbe Straße (die quer durch eine Stadt geht) so lange sein kann (eine Wegstrecke ca. 2 Stunden und immer gerade aus). Der Santa Monica Beach ist ein schöner Strand mit feinem weißen Sand.
Außerdem machten wir noch einen Abstecher durch die Straßen von Beverly Hills, wo wir uns die Häuser der reichen anschauten. Einige sind echt eine Wucht.
Aber nachdem wir nun schon fast 26 Stunden auf den Beinen sind gehen wir jetzt schlafen.

Heute sind wir 65 Meilen gefahren.

Freitag, 31. Mai 2002

Gegen 06:00 Uhr standen wir heute auf. Die Nacht war etwas unruhig, da die L.A. Lakers ein bedeutendes Spiel gewonnen hatten und die Fankolonne mit all den Stretchlimousinen genau vor unserem Hotel vorbei fuhr. Nach einer ausführlichen Dusche machten wir uns auf die Suche nach den Hollywood-Steinen, die wir aus der Ferne sofort sichteten als wir den Hollywood Blvd. entlang fuhren. Da wir den direkten Weg dorthin nicht fanden und schon einige Zeit in den Hügeln von Hollywood unterwegs waren, kehrten wir zurück zum Hollywood Blvd. Von dort aus gings dann zum Walk of Fames. Dieser ist mehrere 100 Meter vielleicht sogar Kilometer lang und auf dem Gehweg befinden sich die bekannten Sterne mit den Namen der Stars.
An dem Walk of Fames liegt das Chinese Theatre. Vor diesem Chinese Theatre sind die Hand- und Fußabdrücke der Stars, die man im Fernsehen schon oft gesehen hat.
Trotzdem der Walk of Fames zu den bekanntesten Gegenden von L. A. gehört, ist es eine ziemlich heruntergekommene Gegend.
Um ca. 08:00 Uhr machten wir uns auf zu den Universal Studios (auch wieder auf anhieb gefunden). Diese öffneten allerdings erst um 10:00 Uhr. Daraufhin beschlossen wir erst einmal in Universal City (kleiner Park der zu den Studios gehört) zu frühstücken. In Universal City gibt es viele Stores, Restaurants und sogar ein Kino. Man könnte sich bis ca. 02:00 Uhr dort aufhalten, während die Studios selbst schon um 18:00 Uhr schließen.
Die Attraktionen und Shows der Studios waren alle sehr eindrucksvoll.
Gegen 17:00 Uhr verließen wir die Studios und aßen im TuTu Tango in Universal City zu Abend. Dann gings wieder zurück zu unserem Hotel.

Heute sind wir 42 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 107 Meilen).


Samstag, 01. Juni 2002

Um 06:30 Uhr verließen wir L. A. in Richtung San Diego. Bis nach San Diego fährt man ca. 2 Stunden.
Unseren ersten Stop machten wir am Visitor Center in San Diego. Hier buchten wir unser Hotel und kauften uns die Karten für den Zoo.
Danach fuhren wir zum Hotel. Da unser Zimmer aber erst um 15:00 Uhr frei wurde, beschlossen wir uns zuerst den Zoo anzuschauen.
Der Zoo in San Diego ist riesen groß und bietet allerlei an seltenen Tieren. Darunter befinden sich Eisbären, Pandabären, Riesenschildkröten, Känguruhs, Koalas, Schlangen und vieles mehr. Wenn man hier ist, sollte man sich den Zoo auf jeden Fall ansehen.
Gegen 15:00 Uhr waren wir dann wieder am Hotel. Allerdings wußte man dort nicht mehr, daß wir schon einmal da waren. Aber wir bekamen dann doch noch ein Zimmer.
Da es noch früh am Tag war, gingen wir noch etwas in San Diego spazieren. Man findet sich auch hier schnell zurecht und es gibt allerlei zu sehen.
In einem kleinen Touristendorf (Sea Port Village) aßen wir zu Abend und gingen dann ins Hotel zurück.

Heute sind wir 123 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 230 Meilen).

Sonntag, 02. Juni 2002

Auch heute sind wir wieder sehr früh aufgestanden, da wir uns eine große Tour vorgenommen hatten. Nach einem ausführlichen Continental-Frühstück gings weiter in Richtung Palm Springs. Dabei mußten wir in San Diego einige extra Runden drehen, da die Straßen wegen eines Rock & Roll Marathons teilweise gesperrt waren. (Gestern hatten wir sogar einen bekannten Marathonläufer gesehen. Er wollte von uns Geld gewechselt haben. Wir hatten aber selbst kein Kleingeld und konnten Ihm nicht helfen. Im Fernsehen erfuhren wir heute Morgen, wer er war.) Auf dem Weg nach Palm Springs mußten wir zum ersten mal Tanken, was wir hier noch mal lernen mußten, weil man noch einen Hebel umlegen mußte. Tja auch tanken will gelernt sein. In Palm Springs erkundigten wir uns allerdings nur bei der Tourist-Info über den Ort und fuhren dann gleich weiter zum Joshua Tree. Auf dem Weg dorthin begegneten uns ganze Felder voller Windräder. Es waren bestimmt mehr als 1.000 Stück.
Am Parkeingang kauften wir uns den Golden Eagle Pass und gingen dann auf Entdeckungstour. Direkt auf dem ersten Rastplatz sahen wir einen Präriehund. Der ließ sich von uns nicht beeindrucken und aus der Ruhe bringen.
Danach fuhren wir zum Hidden Valley und schlenderten einen kleinen Rundweg von ca. 1,6 km entlang. Dabei sahen wir uns die vielen Joshua Trees genau an. Außerdem fuhren wir noch zum Keys View und den verschiedenen anderen Aussichtspunkten.
Nachdem wir genug von den Joshua Trees hatten gings auf nach Twentynine Palms. Im Supermarkt kauften wir uns unsere Tagesration an Wasser und anderen Leckereien. Das Flut schmeckte so hervorragend, daß wir es ganz ohne Belag auf dem Weg nach Lake Havasu City aßen.
Bis nach Lake Havasu City begegneten uns meilenweit nur Steppe, Wüste, kahle Berge, Sand und ewig lange Highways. Das einzige was uns hier faszinierte war eine sehr lange Eisenbahnstrecke, an der an den Gleisen entlang viele Namen mit bunten Steinen geschrieben waren.
In Parker (liegt auf dem Weg nach Lake Havasu City) sahen wir dann zum ersten Mal den Colorado River.
Als wir in Lake Havasu City ankamen, suchten wir uns ein Motel und mußten feststellen, daß es eines der Schlechteren war (natürlich erst später).

Heute sind wir 466 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 696 Meilen).

Montag, 03. Juni 2002

Für heute nahmen wir uns nicht sehr viel vor (3/4 vom Tag wahrscheinlich im Auto), weil wir Flagstaff erreichen wollten.
In Lake Havasu City sahen wir uns noch die London Bridge an. Die Brücke wurde in London Stein für Stein abgetragen, die Steine numeriert und in Lake Havasu City wieder aufgebaut. Dann gings wieder zurück nach Parker und von dort aus durch endlose Steppen- und Wüstenlandschaften nach Prescott. Vor Prescott sahen wir dann eine echt amerikanische Ranch (wie im Fernsehen). Im Supermarkt in Prescott kauften wir ein und liefen noch etwas durch das kleine Städtchen im Westernstil. Wenn man Antiquitäten liebt, kommt man in Prescott auf seine Kosten.
Dann gings weiter nach Sedona. Dort gefiel es uns sehr gut. Um Sedona herum stehen Steinformationen wie man sie im Monument Valley findet. Außerdem kann man sich hier ein mexikanisches Dörfchen, sowie die Felsenkirche in den Hügeln von Sedona besuchen.
Sedona ist ein richtig idyllisches kleines Städten. Hier könnte man es aushalten.
Zwischen Parker und Sedona brannten vor einigen Tagen noch die Wälder. Eine riesige Fläche war verkohlt. Deshalb durfte man hier z. Zt. nicht wandern.
Auf dem Weg von Sedona nach Flagstaff war dann alles wieder grün und es gab richtig viel Wald. Wegen der Waldbrandgefahr durfte man aber auch hier nicht wandern. Wir fuhren dann halt nur durch die Landschaft.

Dienstag, 04. Juni 2002

Das Übernachten an der legendären Route 66 in Flagstaff hat, wie wir nach der ersten Übernachtung feststellten auch Nachteile, denn genau neben der Route 66 verlaufen die Gleise für den Santa Fe Express. Dieser kündigt sich vor jeder Kreuzung mit lautem Hup-Signal an.
Das Signal ist auch noch Meilen weit entfernt zu hören.
Aber ansonsten ist unser Best-Western-Motel sauber und gemütlich.
Heute fuhren wir zum Petrified Forest N. P. Dort schauten wir uns die bis zu 225 Mio. Jahre alten versteinerten Bäume an. Wir waren fasziniert von den Kristallen in den verschiedensten Farben, die sich an Baumstammenden bildeten.
Auch das Gestein der umliegenden Hügel hatte sehr schöne Farben. Diese reichten von weiß über zart blau bis hin zu violett. Die blaue Farbe kommt von organischem Material. Durch Regen verändert diese Schicht sich ständig und verschwindet irgendwann ganz aus dem Gestein.
Im nördlichen Teil des Petrified Forest wandelt sich das Gestein von blau in rot. Die rote Farbe kommt von den Erzen im Boden, die mit der Luft oxidieren.
Außerdem konnten wir uns im nördlichen Teil des N. P. auch Petroglyphen (Steinzeichnungen der Indianer) anschauen.
Nach ausgiebigen Spaziergängen im Petrified Forest fuhren wir zum Meteor Crater (liegt auf dem Weg zurück nach Flagstaff).
Der Crater ist ca. 180 m tief. Das entspricht einem Hochhaus mit ca. 60 Stockwerken. Er ist 1250 m breit und hat einen Umfang von ungefähr 5 km. Es gab sogar Broschüren in deutscher Übersetzung. So mußte Erik mir nicht alles übersetzen. Der Crater war sehr beeindruckend.
Da wir wieder sehr früh in Flagstaff waren, beschlossen wir am Pool zu faulenzen und uns für morgen auszuruhen.

Heute sind wir 280 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.306 Meilen).

Mittwoch, 05. Juni 2002

Nach dem Frühstück besuchten wir den Walnut Canyon. Der Walnut Canyon ist sehr schön und die Felswohnungen der Sinagua Indianer waren sehr beeindruckend. Bis wir zu den Wohnungen kamen mußten wir 240 Stufen herab steigen. Der Anblick den uns der Canyon bot war die Anstrengung auf jeden Fall wert. Hier gab es eine Vielzahl von Pflanzen. Von der großen Tiervielfalt sahen wir ausgenommen von ein paar Lizards (Salamander) aber nichts.
Die Anstrengung beim Ab- und Aufstieg des Walnut Canyon war aber nicht zu Vergleichen mit dem Aufstieg zum Lennox Crater im Sunset-Crater N.P. Dort mußten wir auf losem Lavasand ohne befestigte Wege hinauflaufen. Wir waren froh als wir endlich oben waren. Dafür war der Anblick umwerfend. In dieser Gegend gibt es ca. 600 Vulkane und vom Lennox-Crater aus hat man einen super Blick auf einige. Der Boden hier bestand fast ausschließlich aus schwarzem Lavasand. Trotzdem wachsen hier sogar recht viele Bäume.
Schließlich liefen wir noch den Lava Flow Trail am Fuße des Sunset-Craters entlang, da man auf den Sunset-Crater wegen der hohen Waldbrandgefahr z. Zt. nicht kommt. Auf diesem Trail gab es die verschiedensten Lavaformen und auf Tafeln konnte man die Entstehungsgeschichte nachlesen. Auf einem Rastplatz aßen wir dann noch die restliche Pizza aus dem Strombollies.
Und weiter gings nach der Pause zum Wupatki N. P. Hier besichtigten wir die Ruinen der Wupatki, die schon in Häusern lebten und fuhren dann weiter zum Grand Canyon. Wir wußten ja ungefähr was uns hier erwartet. Aber in Original verschlägt einem der Anblick des Grand Canyon fast die Sprache und wir freuten uns immer mehr auf den Hubschrauberflug.
Nachdem wir den Grand Canyon noch von verschiedenen anderen Aussichtspunkten betrachtet und bewundert hatten kehrten wir in unser Hotel ein.

Heute sind wir 192 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.498 Meilen).


Donnerstag, 06. Juni 2002

Gegen 04:30 Uhr standen wir heut Morgen auf, um uns den Sonnenaufgang im Grand Canyon anzusehen. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt begegnete uns ein riesiges Mule Deer (Zuerst dachten wir es wäre ein Elch so groß war der, aber es soll hier ja wahrscheinlich keine Elche geben). Der hatte aber mehr Angst vor uns als wir vor Ihm.
Am Aussichtspunkt angekommen mußten wir noch bis ca. 05:15 Uhr warten bis sich die Sonne zeigte und wir den Grand Canyon in seiner vollen Pracht bewundern konnten.
Später fuhren wir dann zum Hotel zurück. Auf dem Rückweg begegneten und noch zwei Mule Deer Herden und, ein Präriehund, den es einen Dreck kümmerte, daß alle Autos um Ihn herumfahren mußten, weil er mitten auf der Straße herumlief. Im Hotel frühstückten und fieberten dem Hubschrauberflug entgegen. Um 10:00 Uhr war es dann soweit. Unser Hubschrauber hob vom Boden ab. Ich saß direkt neben dem Piloten und da rund um mich herum zu ca. 95 % nur Glas war, hatte ich die beste Aussicht. Aber auch Erik hatte einen Platz direkt am Fenster. Aus dem Hubschrauber heraus bot sich eine einzigartige Sicht und der Canyon zeigte sich in voller Farbenpracht und meine Befürchtungen mir würde Übel werden bestätigten sich nicht. Wir konnten den Flug also in vollen Zügen genießen. Sogar die Erklärungen wurden auf Deutsch angesagt.
Nach dem Rundflug besserten wir unsere Wasservorräte auf und tankten voll. Dann gings noch an einigen Aussichtspunkten vorbei in Richtung Page. In Page buchten wir uns erst einmal ein Zimmer im Best Western und machten uns dann auf zum Glen Canyon Dam. Leider wurden die Führungen in den Dam für diesen Tag abgesagt. Wir hielten uns aber trotzdem noch ein Weilchen dort auf und genossen die schöne Aussicht auf den Lake Powell, der durch die Stauung des Colorado River entstanden ist.

Heute sind wir 192 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.690 Meilen).

Freitag, 07. Juni 2002

Wir versuchten heute Morgen vergeblich in Deutschland anzurufen. Unser Handy hatte keinen Empfang und die öffentlichen Telefone waren nicht dafür geeignet.
Danach gings dann zum Antilope Canyon. Die Tour wurde geleitet von Jessie Allen. Jessie war ein lustiger Vogel und erzählte uns sehr viel über den Canyon. Der Canyon ist ein Muß, wenn man in Page ist. Die bizarren Formen und Farben kann man gar nicht in Worte fassen. Es ist aber auch nicht ganz ungefährlich in den Antilope Canyon zu gehen, denn wenn in der Umgebung Unwetter waren, kann es sein, daß Sturzfluten den Canyon binnen einer Stunde füllen und dann hat man keine Chance mehr heraus zu kommen. Aber wie man sieht, hatten wir Glück und strahlend blauen Himmel.
Durch die ständigen Sturzfluten kommt es vor, daß der Canyon sich innerhalb von wenigen Jahren sehr stark verändert. So hatte uns z. B. Jessie Bilder, die ca. 5 Jahre auseinander lagen. Auf dem einem Bild stand er unter dem Felsen und auf dem anderen konnte er den Arm auf den Felsen legen.


Nach der Tour wechselten wir noch Traveler Schecks um und dann fuhren wir weiter zum Monument Valley, welches kein N. P. ist. Das Monument Valley ist ein Navajo Resort und noch heute leben dort einige Navajos in Erdhütten, wie Ihre Vorfahren. Durch das Monument Valley führt nur eine unbefestigte Straße und wir befürchteten schon, daß unser Auto einigen Schaden nehmen würde. Auch diesmal hatten wir Glück und das Auto blieb heil. Das Monument Valley ist ein beeindruckendes Tal mit seinen Felsen, die man ja aus den Western kennt.
Wir verließen das Monument Valley, nachdem wir uns alles angeschaut hatten und fuhren weiter in Richtung Cortez.
Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenstopp am Vierländereck, wo wir gleichzeitig in New Mexiko, Arizona, Nevada und Utah stehen konnten.
Bei Cortez liegt der Mesa Verde N. P., den wir uns Morgen anschauen wollen.

Heute sind wir 295 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.985 Meilen).

Samstag, 08. Juni 2002

Nach dem Frühstück besuchten wir den Mesa Verde N. P. Hier betrachtetem wir uns die Ruinen der Indianer, die in ähnlichen Behausungen leben wie die Sinagua Indianer im Walnut Canyon, mit dem Unterschied, daß die Indianer im Mesa Verde bereits in zweistöckigen Wohnungen lebten. Hier sahen wir auch deutlich die Entwicklung der Indianer, die zuerst in einfachen Erdwohnungen lebten und Jäger und Sammler waren und später dann in mehrstöckigen Häusern und bereits Ackerbau betrieben. Allerdings hatte uns der Walnut Canyon vom Landschaftsbild her besser gefallen. Nach dem Mesa Verde besuchten wir noch den Natural Bridges N. M. Hier konnten wir drei Steinbrücken in hellem, fast weißem Gestein besichtigen, zu denen man auch wandern konnte. Was uns hier am besten gefiel, war, daß die Wege zu den Brücken noch unbefestigt und natürlich waren. Wir mußten wie früher die Indianer über Felsen klettern und Leitern hinabsteigen oder an Abgründen vorbeilaufen.
Nachdem wir vom klettern erschöpft waren und alle Brücken gesehen hatten fuhren wir weiter nach Moab (dort liegt der Arches N. P.) und buchten uns ein Zimmer im Ramada Inn.

Heute sind wir 334 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.319 Meilen).

Sonntag, 09. Juni 2002

Im Arches N. P. versuchten wir uns zuerst an einem kleinen Wanderweg, bevor wir uns entschlossen den großen unbefestigten Weg von ca. 12 km zu laufen. Die Gegend des Arches
N. P. war wunderschön mit seinen grandiosen Felsformationen und Arches (Felsbrücken).
Erschwert wurde unsere Wanderung durch den heftigen Wind (trotzdem war es sehr heiß und wir hatten strahlend blauen Himmel) und den Sand, der uns so heftig gegen die Beine geweht wurde, daß es weh tat. Davon ließen wir uns allerdings nicht abschrecken und setzten unsere Wanderung zum Doppelarches und anderen außergewöhnlichen Felsformationen fort. Dabei mußten wir an Abhängen vorbei, über Felsen klettern, auf schmalen Felsstegen wandern, Felsen herunter rutschen und durch tiefen Sand laufen. Am Doppelarches, den wir nach ca. 2 Stunden Wanderung erreicht hatten machten wir eine kleine Pause (Erik kletterte auch noch auf den Doppelarches), bevor wir den Difficult Trail (ein primitiver schwieriger Weg) zum Auto zurück liefen.
Der Difficult Trail raubte uns die letzten Kräfte und wir hätten uns beinahe noch verlaufen. Nach ca. 4 - 5 Stunden erreichten Erik und ich völlig niedergeschlagen und müde das Auto (Wir konnten froh sein, daß wir genug Wasser dabei hatten). Vor dem Auto befreiten wir uns erst einmal vom Sand . Trotz unserer Abgeschlagenheit besichtigten wir dann doch noch einige andere Arches (z. B. Nord- und Südfenster) und beschlossen noch eine weitere Nacht in Moab im Super 6 Motel zu übernachten.

Heute sind wir 53 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.372 Meilen).

Montag, 10. Juni 2002

Wir hatten heute erst mal ausgeschlafen, bevor wir zum Colorado N. M. aufgebrochen. Allerdings hätten wir uns den Colorado N. P. sparen können. Dieser wirkte nicht mehr sehr beeindruckend auf uns, nachdem wir uns schon den Grand Canyon angesehen hatten. Er besaß zwar auch eine herrliche Landschaft, jedoch war diese mit den anderen Parks nicht zu vergleichen. Deshalb hielten wir uns auch hier nicht sehr lange auf und fuhren weiter zum Capitol Reef. Dieser entsprach wieder ganz unserem Geschmack mit seiner Farbvielfalt, den Steilhängen und skurrilen Formen. Leider konnten wir uns dort auch nicht all zu lange aufhalten, da wir noch ein Stück weiterfahren wollten in Richtung Bryce Canyon. Die Suche nach einem Zimmer war diesmal gar nicht so einfach, da es zwischen Capitol Reef und Bryce Canyon keine richtigen Ortschaften gab. Wir fuhren dann doch noch bis zum Bryce Canyon und buchten uns ein Zimmer in der Bryce View Lodge ganz in der Nähe des Parkeingangs.
Auf dem Weg zum Bryce Canyon hatten wir, daß Glück auch noch einige Tiere, wie z. B. Streifenhörnchen, Lizards, Präriehunde, Rehe usw., zu sehen. Aber einen Berglöwen bekamen wir nicht zu Gesicht.

Heute sind wir 477 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.849 Meilen).


Dienstag, 11. Juni 2002

Heute machten wir uns direkt auf zum Bryce Canyon. Was wir hier zu sehen bekamen übertraf alles was wir bisher gesehen hatten. Der Bryce Canyon ist mit seinen orangnen und korallfarbenen Bergen und Gesteinsformationen eine Wucht. Farben in der Natur mit einer solchen Leuchtkraft hatten wir noch nie gesehen und wir konnten uns gar nicht genug an der Schönheit des Bryce Canyons erfreuen. Hier machte es wirklich sehr viel Spaß durch die leuchtenden Täler und Schluchten zu laufen. Gegen den Bryce Canyon sahen die Farben im Grand Canyon blaß aus.
An einem Rastplatz im Bryce Canyon aßen wir zu Mittag. Dabei hatten wir Gesellschaft von drei Streifenhörnchen.
Am Nachmittag brachen wir dann auf zum Zion N. P. In Springdale mieteten wir uns dann ein Zimmer in der Terrace Brook Lodge. Heute fuhren wir nur ein kleines Stück durch den Zion
N. P., da wir um nach Springdale zu kommen schon ein Stück durchfahren mußten. Morgen werden wir uns dann den Rest mit dem Shuttle ansehen.

Heute sind wir 46 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.995 Meilen).

Mittwoch, 12. Juni 2002

Heute gings direkt zum Zion N. P. Unser Auto parkten wir auf dem Parkplatz vor den Visitor Center im Park. Mit dem Shuttle fuhren wir dann zur Zion Lodge und gingen von dort zu Fuß weiter auf dem Upper Emmerald Trail. Auf diesem Fußweg kamen wir an kleinen Wasserfällen und deren Becken vorbei. Von dem Upper Emmerald Trail gelangt man auf den Grotto Trail. Auf dem Grotto Trail konnten wir sogar kleine Biber beobachten. Am Ende des Grotto Trail ist ein kleiner Rastplatz. Von dort aus fuhren wir mit dem Shuttle wider zurück zur Zion Lodge. Dabei sahen wir noch Hirsche, Rehe, und Truthähen. Wir kauften uns kalte Getränke und setzten uns in die Sonne. Gegen 13:00 Uhr waren wir wieder am Visitor Center und fuhren weiter in Richtung Las Vegas.
Ca. 1 Stunde von Las Vegas entfernt besuchten wir das Valley of Fire. Es ist ein sehr schönes Tal mitten in der Wüste und fasziniert durch seine feuerroten Felsen im Wechsel mit gelben und weißen Felsen. Hier absolvieren Piloten auch Ihr Testflüge.(Haben wir selbst bemerkt, als ein riesiger Schatten über unser Auto flog, und kurz darauf zwei Düsenjet in niedriger Höhe über uns wegflogen) Leider ist es in dem Tal sehr heiß und wir beschlossen deshalb nur einen kleinen Weg zu wandern. Dann gings weiter nach Las Vegas. Dort buchten wir uns ein Zimmer im Luxor Hotel. Das Luxor war ein Hotel, das aussah wie eine Pyramide. Von außen wirkte es richtig klein, aber innen konnte man sich verlaufen.
Trotz anfänglicher Müdigkeit machten wir uns frisch und liefen noch zum Stratosphere Tower (ca. 4 Meilen). Auf dem Weg dorthin sahen wir uns noch die Piratenschau am Treasur Island Hotel an (war umwerfend, was hier aufgebaut wird). Danach fuhren mit dem Aufzug (von 0 auf 280 m in ca. 37 Sekunden) auf den Stratosphere Tower und betrachteten uns Las Vegas aus einer Höhe von ca. 280 m. Auf dem Tower befindet sich noch eine Achterbahn und ein Free Fall Tower (ca. 50 m hoch). Mit denen wir natürlich auch fuhren. Aber wir machten einen Fehler wir fuhren zuerst mit dem Free Fall Tower und dann mit der Achterbahn. Nach dem Tower war die Achterbahn nicht mehr beeindruckend. Auf dem Tower wird man zuerst hochgeschossen und fällt dann in freiem Fall wieder bis zum Ausgangspunkt zurück (bei einer Fahrt 3 x rauf und runter). Wir kamen uns vor, als wenn wir schweben würden. Das Gefühl der Schwerelosigkeit war herrlich.
Dann traten wir den ca. 4 Meilen langen Rückweg zu unserem Hotel an. Dabei schauten wir uns noch die Wasserschau am Bellagio Hotel (Ocean's Eleven) und den Vulkanausbruch am Mirage Hotel an.
Mit Blasen an den Füßen gings dann zurück ins Hotel.

Heute sind wir 227 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 3.222 Meilen).

Donnerstag, 13. Juni 2002

Gleich nach dem Frühstück im Pyramiden Cafe verlängerten wir unsere Buchung des Hotels um 1 Nacht, weil es uns hier so gut gefallen hat. Dann gings zum Pool. Leider konnte Erik die Sonne nicht so genießen, weil seine Beine vom Arches N. P. immer noch lädiert waren.
Am Nachmittag gings dann wieder auf den Strip und wir schauten uns die anderen Hotels in Ruhe an. Im Mirage betrachteten wir uns einen Tiger von Siegfried und Roy. Leider war kein weißer Tiger zu sehen.
Danach schauten wir uns das Venetian an (Es ist das größte Hotel der Welt.) Vom Venetian waren wir sehr beeindruckt. Im Venetian drin kann man mit einer Gondel fahren, wie in Venedig. Außerdem sind dort die drei Tageszeiten in Einkaufsstraßen dargestellt. Die Decke ist angemalt wie der Himmel draußen und wir kamen uns auch so vor, als wenn wir Draußen stehen würden. Wir aßen dann noch eine Kleinigkeit im Venetian und liefen danach weiter Richtung Downtown (Alt Las Vegas). Dabei mußten wir eine ziemlich herunter gekommen Gegend durchqueren, da es vom Stratosphere Tower (Ende vom Strip) bis nach Downtown noch ca. 2 Meilen waren (Ein bißchen unheimlich war es schon). Downtown hat auch einiges zu bieten. Hier fanden wir z. B. eine Einkaufspassage mit einem Dach, an dem über 2 Mio. Lampen angebracht auf denen ein kleiner Film abläuft. Wir liefen noch etwas in Downtown herum und schauten uns die Gegend an und fuhren dann anschließend mit dem Bus zurück zum Stratosphere Tower. Wir fuhren den Tower noch mal hoch um Las Vegas bei Nacht zu filmen um die Farben für zu Hause festzuhalten. Zu Fuß gings dann zurück in Richtung Hotel. Auf dem Weg dorthin filmten wir noch einige Shows (Wasserfontainen am Bellagio, Vulkanausbruch am Mirage).
Gegen 0:45 stolperten wir dann mit Plattfüßen in unser Hotel.

Heute sind wir kein Auto gefahren.

Freitag, 14. Juni 2002

Heute schliefen wir uns erst einmal aus. Nach dem Essen gings zum Stratosphere Tower (diesmal mit dem Bus). Dort kauften wir einige Souvenirs, sowie Filme und eine Batterie für den Fotoapparat. Anschließend gings mit dem Bus wieder zurück zum Hotel.
Wir machten uns etwas frisch und gingen dann im Pharaos Restaurant ans Buffet essen. Danach spielten wir im Casino an den einarmigen Banditen (natürlich nichts gewonnen) und ließen den Abende gemütlich ausklingen.

Auch heute fuhren wir kein Auto.


Samstag 15. Juni 2002

Heute frühstückten wir noch einmal so richtig fürstlich, bevor wir zum Lake Mead und zum Hoover Dam aufbrachen. Wir kauften uns am Hoover Dam Tickets und machten eine Führung durch den Dam mit. Was wir sahen und hörten war sehr interessant. Der Hoover Dam ist der größte Damm der Erde und besitzt 8 Generatoren. Danach gingen wir noch auf dem Damm spazieren und genossen die schöne Aussicht auf den Lake Mead.
Gegen Mittag gings dann weiter zum Death Valley. Dort machten wir auf der Suche nach einer Tankstelle einen kleinen Umweg, den wir uns hätten sparen können, wenn wir im Valley noch ca. 1 km weiter gefahren wären und nicht umgedreht hätten (Aber das konnten wir ja nicht wissen und in der Wüste stehen zu bleiben wäre auch kein Vergnügen gewesen. Naja sicher ist sicher).
Obwohl das Death Valley nur aus Wüste besteht schimmerten die Berge und Felsen um das Tal in allen möglichen Farben und im Tal selbst wechselten sich ausgetrocknete Salzseen, Oasen und Steppen ab.
Am Badwater dem tiefsten Punkt der USA (85 m unter dem Meeresspiegel) gabs sogar noch eine Wasserlache. Trotz der großen Hitze überleben in der trockenen Kruste noch Muscheln und andere Schalentiere die Zeit bis zur Schneeschmelze.
In Stove Pipe Wells übernachteten wir in einem einfachen aber sauberen Motel. Auf dem Weg dorthin konnten wir die berühmten Sanddünen des Valleys betrachten. Der Sand der Dünen ist fein wie Puderzucker.

Heute sind wir 406 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 3.628 Meilen).

Sonntag, 16. Juni 2002

Nachdem wir uns heute im Death Valley noch eine alte stillgelegte Gold- und Silbermine angeschaut und noch ein paar Souvenirs, T-Shirts und Postkarten gekauft hatten gings dann auf den langen Weg zum Sequoia N. P. Da dieser N. P. nur eine Zufahrt besitzt mußten wir fast um den Park herum fahren. Dazu kam noch, daß wir uns in der Nähe von Kernville um ca. 20 Meilen verfuhren, weil die Straße auf die wir mußten in einer Richtung ausgeschildert war in der anderen nicht.
Wir verbrachten fast den ganzen Tag im Auto und waren gegen 17:30 Uhr am Sequoia N. P. und buchten ein Best Western Motel in Tree Rivers.

Heute sind wir 440 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.068 Meilen).

Montag, 17. Juni 2002

Nach ausgiebigem Frühstück brachen wir heute Morgen zum Sequoia N. P. auf. Auf dem Weg durch den N. P. begegneten uns schon einige Big Trees (Mammutbäume). Zwischen Zweien dieser Big Trees mußten wir sogar durchfahren, um zum Big Tree Museum zu gelangen. Auf dem Big Tree Trail, sowie dem Beatle Rock Trail am Museum konnten wir die schönsten Exemplare der Big Trees bewundern. Danach suchten wir den General German. Er gilt als ältestes Lebewesen und als größter Baum der Erde. Er ist ca. 89 m hoch, ca. 2.300 - 2.700 Jahre alt und hat einen Umfang von 12 m. Wir mußten uns die Köpfe ganz schön verrenken um überhaupt seine Krone zu sehen. Wir kamen uns ganz schön winzig vor. Auf dem selben Trail war auch noch eine Baumscheibe ausgestellt, welche ungefähr einen Durchmesser von 2,5 m hat und ca. 2.000 Jahre alt ist, sowie ein umgefallener Big Tree, in den man einen Tunnel geschlagen hat, der so hoch war, daß ich mich ausgestreckt hinein stellen konnte.
Im Visitor Center kauften wir uns später noch Tickets für die Crystal Cave (Tropfsteinhöhle).
Hier konnten wir einige bizarre Steinformen (z. B. mit viel Phantasie Gorilla oder Drache) bewundern. In der Höhle hatten wir zum ersten Mal seit wir in der USA sind lange Kleider an, da die Temperatur immer konstant 10° beträgt. Die Höhle ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Dann gings weiter zum Kings Canyon. Zuerst besuchten wir die Grizzy Fälle unsere ersten etwas größeren Wasserfälle und bewunderten danach noch einige Zeit die herrliche Landschaft und die ausgefallenen Steinformationen bis wir uns nach Fresno aufmachten . Wir übernachteten im Motel Sequoia (ca. 100 Meilen vom Yosemite N. P. entfernt).

Heute sind wir 209 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.307 Meilen).

Dienstag, 18. Juni 2002

Gegen 08:00 Uhr waren wir schon im Yosemite N. P. und betrachteten uns die höchsten Wasserfälle, die Yosemite Fälle, der Welt. Später liefen wir dann den Fußweg bis zu den Vernal Fällen hinauf. Dort wurden wir durch das schäumende Wasser ganz schön naß (Schöne Abkühlung und bis wir am Auto waren, waren wir wieder trocken). Die Vernal Fälle und der Bridalveil Fall bieten ein imposantes Naturschauspiel.
Nachdem wir uns die schönsten Wasserfälle angeschaut hatten und schon einige km gelaufen waren gings dann in den Nordosten des Parks. Hier herrschten schon etwas kühlere Temperaturen und wir kamen an einigen kristallklaren Bergseen vorbei. An einem machten wir Pause aßen unsere Vorräte aus dem Supermarkt und genossen die herrliche Idylle in der Fels- und Berglandschaft. Wir waren nun schon auf ca. 9.000 Fuß Höhe. Es lag sogar hier und da noch etwas Schnee, obwohl die Temperaturen relativ hoch waren.
In Lee Vinning am Mono Lake (bekannt durch seine Ablagerungen) buchten wir uns im El Mono Motel ein Zimmer.

Heute sind wir 189 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.496 Meilen).

Mittwoch, 19. Juni 2002

Von Lee Vinning brachen wir heute auf zum Lake Tahoe. Wir mußten wegen einem Waldbrand (bei Walker) einen kleinen Umweg fahren, bevor wir den Lake Tahoe erreichten. Der Lake Tahoe gilt als der schönste Bergsee der USA. In Lake Tahoe City aßen wir zu Mittag, und genossen danach noch etwas die Sonne und den schönen Blick auf den See, der auch als beliebtes Ferienziel gilt (man konnte auch darin schwimmen).
Am frühen Nachmittag brachen wir dann auf nach Sacramento. Dort besuchten wir Old Sacramento. Wir fühlten uns in Old, wie um ca. 120 Jahre in der Zeit zurückversetzt. In Sacramento Downtown buchten wir ein Zimmer im Quality Inn und liefen dann noch etwas durch die Straßen von Sacramento. Im Westfield Center (Einkaufszentrum) aßen wir zu Abend und liefen dann zurück zu unserem Motel.

Heute sind wir 244 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.740 Meilen).

Donnerstag, 20. Juni 2002

Schon früh machten wir uns heute auf nach San Francisco. Vor der Bay Bridge mußten wir eine Kaution bezahlen (ist scheinbar bei allen Brücken hier so). Auf der Bay Bridge steckten wir dann im zähflüssigen Verkehr fest. In San Francisco suchten wir als erstes die Golden Gate (war aber gut ausgeschildert). Auf dem Weg dorthin kamen wir an der berühmten Lombard Street (kurvenreichste Straße von San Francisco) vorbei und fuhren diese auch gleich hinunter. An der Golden Gate angekommen mußten wir nach all den heißen Wüstengebieten feststellen, daß es hier durch das ozeanische Klima und den Wind recht kühl war. Außerdem befand sich die Brücke im Sommernebel und wir sahen nur einen kleinen Teil davon.
Wir beschlossen uns erst mal ein Zimmer zu suchen, bevor wír weiter auf Entdeckungsreise gehen wollten. Im Broadway Manor Inn wurden wir fündig und buchten für die nächsten 3 Tage ein Zimmer.
Wir zogen uns wärmer an und dann gings zu Fuß zum Cable Car Museum (sehr interessant). Von dort aus fuhren wir dann mit dem Cable Car bis zur Endstation. An den Endstationen werden die Cable Cars, die nur in eine Richtung fahren können immer noch von Hand gedreht.
Direkt an der Endstation befand sich das SF-Shopping Center. Hier aßen wir etwas zu Mittag, bevor wir uns aufmachten zu Fishermans Warf. Wir buchten eine Tour nach Alcatraz für Samstag, da vorher schon alle Touren ausgebucht waren.
Am Pier 39 direkt bei Fishermans Warf besuchten wir das Aquarium of the Bay. Wir konnten in einem gläsernen Tunnel beobachten, wie die Haie gefüttert wurden. Außerdem sah man noch viele andere seltene Meeresbewohner (z. B. Rochen).
Im Streichelzoo konnten wir dann sogar die Rochen und Haie streicheln. Diese haben eine sehr zarte weiche Haut. Es war phantastisch diese Tiere hautnah zu erleben.
Nach der Aquarium Tour liefen wir noch etwas durch die Geschäfte von Fishermans Warf, wo ich mir wegen der kühlen Temperaturen eine Jacke, sowie Souvenirs kaufte.
Später liefen wir dann zu unserem Motel zurück.

Heute sind wir 98 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.838 Meilen).

Freitag, 21. Juni 2002

Wir schliefen uns heute erst mal richtig aus. Dann gings zum Civic Center, wo sich die City Hall (Rathaus) befindet. Da die Bibliothek erst um 12:00 Uhr öffnete und wir nicht so lange warten wollten liefen wir zum Golden Gate Park. Von der City Hall ist dieser ca. 4 Meilen entfernt. Wir liefen dann die JFK-Street durch den Park. Dabei begannen uns die Füße zu qualmen. Denn wir unterschätzten die Entfernung, da unsere Karte zwei Maßstäbe hatte. Der Park war nämlich 50 Häuserblocks lang und bis wir durch waren hatten wir für heute schon mehr als 8 Meilen zurückgelegt.
Wir liefen dann noch ein Stück weiter bis zu einer Bushaltestelle und nahmen den Bus in Richtung City zur Market Street um unsere Füße zu schonen. Im SF-Shopping Center aßen wir zu Mittag und machten danach einen Geschäftebummel, bevors zurück zum Motel ging.
Am Abend gingen wir dann ins Hard Rock Cafe und ließen es uns bei einem gemütlichen Abendessen gutgehen.

Heute sind wir kein Auto gefahren.

Samstag, 22. Juni 2002

An Fishermans Warf frühstückten wir heute erst einmal ausgiebig. Da von dort aus kein Bus zur Golden Gate fuhr, mußten wir den ganzen Weg, das heißt die ganzen steilen Straßen von SF zurücklaufen bis zum Motel, um mit dem Auto loszuziehen. Auf einem Parkplatz stellten wir das Auto ab und liefen zu Fuß auf die Brücke. Leider war diese auch heute wieder im Nebel und mit guter Sicht nichts drin.
Wir fuhren dann mit dem Auto zurück zum Motel und liefen wieder nach Fishermans Warf, wo wir uns die Zeit vertrieben bis unsere Tour nach Alcatraz los ging.
Mit dem Boot gings dann gegen ca. 15:45 los zur Insel. Wir bekamen Kopfhörer mit deutscher Übersetzung und dann gings ins Gefängnis hinein.
In einige Zellen konnte man hineingehen.. Nur ein Fluchtversuch von Alcatraz gelang. Allerdings weiß man bis heute nicht was aus den 3 Sträflingen geworden ist und ob sie überhaupt lebend die Küste von SF erreichten.
Auf Alcatraz war sogar ein ehemaliger Wärter anwesend der sein Buch signierte. Er hatte damals als jüngster Wärter auf Alcatraz angefangen (mit 15 Jahren).
Wir kauften uns noch einige Souvenirs (deutsche Übersetzung zu Alcatraz). Diese wollte er uns aber nicht signieren, da es nicht sein Werk war.
Auf dem Weg zurück zum Festland hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Golden Gate. Diesmal ohne Nebel.
Wieder auf dem Festland aßen wir zu Abend und kauften noch Souvenirs an Fishermans Warf, bevors zurück zum Motel ging.

Heute sind wir 10 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.848 Meilen).

Sonntag, 23. Juni 2002

Bevor wir SF verließen gings wieder zur Golden Gate. Wir hatten Glück und konnten sie diesmal ohne Nebel bewundern.
Dann brachen wir auf nach San Jose und besuchten dort das Winchester House. Das Winchester House gehörte der Familie Winchester. Nach dem Tod Ihres Mannes begann die abergläubische Mrs. Winchester an dem House anzubauen, da sie glaubte sie könne so die bösen Geister verwirren derer die durch eine Winchester Pistole starben.
Dabei wurden Treppen im Zickzack gebaut, Schranktüren wo keine Schränke sind und Treppen bis unter die Decke.
Auch die Zahl 13 spielt im Haus eine große Rolle. So haben z. B. Abflüsse 13 Löcher, oder es befinden sich immer 13 Kleiderhacken an den Wänden. Außerdem ließ sie an einen 12 armigen Kronleuchter noch eine 13. Kerze kleben.
Im Haus selbst findet man wertvolle Tifanie Fenster, wobei eines über 50.000 Dollar kostete. Wenn das Fenster an der Südseite eingebaut worden wäre, hätte es einen ganzen Raum durch seine Kristalle erleuchten können. Frau Winchester ließ es allerdings an der Nordseite einbauen und verfehlte dadurch die Wirkung. Um diesen Fehler auszugleichen ließ sie ein Dachfenster einbauen, was auch nicht viel half.
Einmal hätte Frau Winchester Besuch bekommen. Es war Präsident Lincoln. Da sie aber sagte er solle wie alle Angestellten und Arbeiter den Lieferanteneingang benutzen, ging dieser wieder.
Um das Haus herum befindet sich ein wunderschöner Garten.
Das alles konnte sich Frau Winchester gut leisten, weil Sie von Ihrem Mann ca. 22 Mio. Dollar erbte und pro Tag noch 1.500 Dollar an Wertpapieren von der Firma bekam.
Nach dem Besuch des Houses wollten wir uns noch das Hirst Castle anschauen. Es ist ein Schloß das sich ein exzentrischer Millionär bauen ließ, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen. Er ließ etliche Jahre daran bauen aber es wurde zu seinen Lebzeiten nicht mehr fertig.
Leider waren alle Touren für diesen Tag schon ausgebucht und wir konnten das imposante Schloß nicht besuchen.
Wir aßen noch etwas und beobachteten die Raben, die hier darauf warteten, daß etwas für sie übrig bleibt.
Dann fuhren wir direkt weiter nach Morrow Bay, wo wir uns in der Nähe des Hafens im Twin Dolphins ein Zimmer nahmen.
Wir liefen noch etwas am Hafen entlang und gingen schließlich ins Hotel.

Heute sind wir 225 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 5.113 Meilen).

Montag, 24. Juni 2002

Heute schliefen wir uns aus, da nur noch die Rückfahrt nach Los Angeles anstand.
Auf dem Rückweg über den bekannten Highway 1 hielten wir auch an den ganzen bekannten Stränden, die man sonst nur im Fernsehen sieht, wie(z. B. Santa Monica Beach und Malibu Beach, dort wo Baywatch gedreht wurde, Venice Beach und andere)
In Malibu aßen wir im Pizza Hut zu Mittag, bevor wir über einen kleinen Umweg nach Downtown Los Angeles in unser Hotel fuhren.

Heute sind wir 270 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 5.383 Meilen).


Dienstag, 25. Juli 2002

Da wir unseren Mietwagen schon früh abgeben mußten, waren wir auch dementsprechend früh am Flughafen in
L. A. und mußten noch ca. 9 Stunden auf unsere Abreise warten. Zum Glück konnten wir unser Gepäck schon aufgeben, so daß wir wenigsten nicht so viel mit uns herumschleppen mußten.
Gegen Mittag schlugen wir uns dann in einem Restaurant am Flughafen noch einmal den Bauch so richtig voll. Danach hieß es erst einmal warten.
Zwischenzeitlich verpraßten wir im Dudy Free Shop noch unsere letzten Dollars für Souvenirs, die man in Los Angeles allerdings erst beim Einsteigen ins Flugzeug bekam. Hier hatten wir zum ersten Mal Pech, denn die Flasche Wein war noch da, aber die Uhr die ich mir ausgesucht hatte war unauffindbar und so bekamen wir unser Geld zurücküberwiesen.
Der Flug zurück ging schnell herum, da Erik und ich fast die ganze Zeit schliefen.
An der Gepäckausgabe gabs dann die nächste Panne, denn es fehlte uns ein Koffer. Dieser wurde dann allerdings vom Lufthansapersonal aufgetrieben. Er war schon mit einem Flug früher mitgeschickt worden und stand in der Halle für nicht abgeholte Gepäckstücke.
Eriks Vater wartete auch schon auf uns und wir fuhren mit ca. 1 Stunde Verspätung nach Hause.
Gegen 18:30 Uhr kamen wir zu Hause an.

Heute sind wir 17 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 5.400 Meilen).