USA
Westküste Juni 2002 ![]()
Donnerstag, 30. Mai 2002
Endlich ist es so weit, mit 1 Jahr
Verzögerung holen wir unsere Hochzeitsreise in den Westen der USA nach.
Nachdem ich (Elke) es doch noch geschafft hatte unsere Koffer zu
packen, starteten wir um 06:00 Uhr zum Frankfurter Flughafen. Björn und
Ilona fuhren uns hin und überließen uns nach einem kleinen Frühstück
uns selbst.
Das Flugzeug startete mit einer kleinen Verspätung von ca. 20 Minuten
in Richtung Nordsee. Von dort aus gings dann weiter über Grönland,
Kanada, die Rocky Mountains, Las Vegas bis nach Los Angeles (ca. 12:30
Uhr Ortszeit).
Der Flug und auch der Transfer zum Mietwagenverleih verliefen
reibungslos.
Als wir unseren Mietwagen in Empfang genommen hatten (nachdem der Mann
von Aloma verzweifelt verucht hat uns davon zu überzeugen lieber ein
SUV zu nehmen anstatt den Buick Century), machten wir uns auf die Suche
nach unserem Hotel, welches wir auch auf anhieb fanden.
Das Figueroa Hotel befindet sich direkt in Downtown und ist im
mexikanischen Stil gehalten. Soweit wir es beurteilen können, war es
ein echter Glücksgriff.
Im Hotel machten wir uns etwas frisch und dann besorgten wir uns erst
einmal kalte Getränke. (Was für eine Wohltat!)
Danach setzten wir uns ins Auto und fuhren zum Santa Monica Beach. Wir
konnten kaum glauben, daß ein und die selbe Straße (die quer durch eine
Stadt geht) so lange sein kann (eine Wegstrecke ca. 2 Stunden und immer
gerade aus). Der Santa Monica Beach ist ein schöner Strand mit feinem
weißen Sand.
Außerdem machten wir noch einen Abstecher durch die Straßen von Beverly
Hills, wo wir uns die Häuser der reichen anschauten. Einige sind echt
eine Wucht.
Aber nachdem wir nun schon fast 26 Stunden auf den Beinen sind gehen
wir jetzt schlafen.
Heute sind wir 65 Meilen gefahren.
Freitag, 31. Mai 2002
Gegen 06:00 Uhr standen wir heute auf. Die
Nacht war etwas unruhig, da die L.A. Lakers ein bedeutendes Spiel
gewonnen hatten und die Fankolonne mit all den Stretchlimousinen genau
vor unserem Hotel vorbei fuhr. Nach einer ausführlichen Dusche machten
wir uns auf die Suche nach den Hollywood-Steinen, die wir aus der Ferne
sofort sichteten als wir den Hollywood Blvd. entlang fuhren.
Da
wir den direkten Weg dorthin nicht fanden und schon einige Zeit in den
Hügeln von Hollywood unterwegs waren, kehrten wir zurück zum Hollywood
Blvd. Von dort aus gings dann zum Walk of Fames. Dieser ist mehrere 100
Meter vielleicht sogar Kilometer lang und auf dem Gehweg befinden sich
die bekannten Sterne mit den Namen der Stars.
An dem Walk of Fames liegt das Chinese Theatre. Vor diesem Chinese
Theatre sind die Hand- und Fußabdrücke der Stars, die man im Fernsehen
schon oft gesehen hat.
Trotzdem der Walk of Fames zu den bekanntesten Gegenden von L. A.
gehört, ist es eine ziemlich heruntergekommene Gegend.
Um
ca. 08:00 Uhr machten wir uns auf zu den Universal Studios (auch wieder
auf anhieb gefunden). Diese öffneten allerdings erst um 10:00 Uhr.
Daraufhin beschlossen wir erst einmal in Universal City (kleiner Park
der zu den Studios gehört) zu frühstücken. In Universal City gibt es
viele Stores, Restaurants und sogar ein Kino. Man könnte sich bis ca.
02:00 Uhr dort aufhalten, während die Studios selbst schon um 18:00 Uhr
schließen.
Die Attraktionen und Shows der Studios waren alle sehr eindrucksvoll.
Gegen 17:00 Uhr verließen wir die Studios und aßen im TuTu Tango in
Universal City zu Abend. Dann gings wieder zurück zu unserem Hotel.
Heute sind wir 42 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 107 Meilen).
Samstag, 01. Juni 2002
Um 06:30 Uhr verließen wir L. A. in
Richtung San Diego. Bis nach San Diego fährt man ca. 2 Stunden.
Unseren ersten Stop machten wir am Visitor Center in San Diego. Hier
buchten wir unser Hotel und kauften uns die Karten für den Zoo.
Danach fuhren wir zum Hotel. Da unser Zimmer aber erst um 15:00 Uhr
frei wurde, beschlossen wir uns zuerst den Zoo anzuschauen.
Der Zoo in San Diego ist riesen groß und bietet allerlei an seltenen
Tieren. Darunter befinden sich Eisbären, Pandabären, Riesenschildkröten,
Känguruhs, Koalas, Schlangen und vieles mehr. Wenn man hier ist, sollte
man sich den Zoo auf jeden Fall ansehen.
Gegen 15:00 Uhr waren wir dann wieder am Hotel. Allerdings wußte man
dort nicht mehr, daß wir schon einmal da waren. Aber wir bekamen dann
doch noch ein Zimmer.
Da es noch früh am Tag war, gingen wir noch etwas in San Diego
spazieren. Man findet sich auch hier schnell zurecht und es gibt
allerlei zu sehen.
In einem kleinen Touristendorf (Sea Port Village) aßen wir zu Abend und
gingen dann ins Hotel zurück.
Heute sind wir 123 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 230 Meilen).
Sonntag, 02. Juni 2002
Auch heute sind wir wieder sehr früh
aufgestanden, da wir uns eine große Tour vorgenommen hatten. Nach einem
ausführlichen Continental-Frühstück gings weiter in Richtung Palm
Springs. Dabei mußten wir in San Diego einige extra Runden drehen, da
die Straßen wegen eines Rock & Roll Marathons teilweise
gesperrt waren. (Gestern hatten wir sogar einen bekannten
Marathonläufer gesehen. Er wollte von uns Geld gewechselt haben. Wir
hatten aber selbst kein Kleingeld und konnten Ihm nicht helfen. Im
Fernsehen erfuhren wir heute Morgen, wer er war.) Auf dem Weg nach Palm
Springs mußten wir zum ersten mal Tanken, was wir hier noch mal lernen
mußten, weil man noch einen Hebel umlegen mußte. Tja auch tanken will
gelernt sein. In Palm Springs erkundigten wir uns allerdings nur bei
der Tourist-Info über den Ort und fuhren dann gleich weiter zum Joshua
Tree. Auf dem Weg dorthin begegneten uns ganze Felder voller Windräder.
Es waren bestimmt mehr als 1.000 Stück.
Am Parkeingang kauften wir uns den Golden Eagle Pass und gingen dann
auf Entdeckungstour. Direkt auf dem ersten Rastplatz sahen wir einen
Präriehund. Der ließ sich von uns nicht
beeindrucken und
aus der Ruhe bringen.
Danach fuhren wir zum Hidden Valley und schlenderten einen kleinen
Rundweg von ca. 1,6 km entlang. Dabei sahen wir uns die vielen Joshua
Trees genau an. Außerdem fuhren wir noch zum Keys View und den
verschiedenen anderen Aussichtspunkten.
Nachdem wir genug von den Joshua Trees hatten gings auf nach Twentynine
Palms. Im Supermarkt kauften wir uns unsere Tagesration an Wasser und
anderen Leckereien. Das Flut schmeckte so hervorragend, daß wir es ganz
ohne Belag auf dem Weg nach Lake Havasu City aßen.
Bis nach Lake Havasu City begegneten uns meilenweit nur Steppe, Wüste,
kahle Berge, Sand und ewig lange Highways. Das einzige was uns hier
faszinierte war eine sehr lange Eisenbahnstrecke, an der an den Gleisen
entlang viele Namen mit bunten Steinen geschrieben waren.
In Parker (liegt auf dem Weg nach Lake Havasu City) sahen wir dann zum
ersten Mal den Colorado River.
Als wir in Lake Havasu City ankamen, suchten wir uns ein Motel und
mußten feststellen, daß es eines der Schlechteren war (natürlich erst
später).
Heute sind wir 466 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 696 Meilen).
Montag, 03. Juni 2002
Für heute nahmen wir uns nicht sehr viel
vor (3/4 vom Tag wahrscheinlich im Auto), weil wir Flagstaff erreichen
wollten.
In Lake Havasu City sahen wir uns noch die London Bridge an. Die Brücke
wurde in London Stein für Stein abgetragen, die Steine numeriert und in
Lake Havasu City wieder aufgebaut. Dann gings wieder zurück nach Parker
und von dort aus durch endlose Steppen- und Wüstenlandschaften nach
Prescott. Vor Prescott sahen wir dann eine echt amerikanische Ranch
(wie im Fernsehen). Im Supermarkt in Prescott kauften wir ein und
liefen noch etwas durch das kleine Städtchen im Westernstil. Wenn man
Antiquitäten liebt, kommt man in Prescott auf seine Kosten.
Dann gings weiter nach Sedona. Dort gefiel es uns sehr gut. Um Sedona
herum stehen Steinformationen wie man sie im Monument Valley findet.
Außerdem kann man sich hier ein mexikanisches Dörfchen, sowie die
Felsenkirche in den Hügeln von Sedona besuchen.
Sedona ist ein richtig idyllisches kleines Städten. Hier könnte man es
aushalten.
Zwischen Parker und Sedona brannten vor einigen Tagen noch die Wälder.
Eine riesige Fläche war verkohlt. Deshalb durfte man hier z. Zt. nicht
wandern.
Auf dem Weg von Sedona nach Flagstaff war dann alles wieder grün und es
gab richtig viel Wald. Wegen der Waldbrandgefahr durfte man aber auch
hier nicht wandern. Wir fuhren dann halt nur durch die Landschaft.
Dienstag, 04. Juni 2002
Das Übernachten an der legendären Route 66
in Flagstaff hat, wie wir nach der ersten Übernachtung feststellten
auch Nachteile, denn genau neben der Route 66 verlaufen die Gleise für
den Santa Fe Express. Dieser kündigt sich vor jeder Kreuzung mit lautem
Hup-Signal an.
Das Signal ist auch noch Meilen weit entfernt zu hören.
Aber ansonsten ist unser Best-Western-Motel sauber und gemütlich.
Heute fuhren wir zum Petrified Forest N. P. Dort schauten wir uns die
bis zu 225 Mio. Jahre alten versteinerten Bäume an. Wir waren
fasziniert von den Kristallen in den verschiedensten Farben, die sich
an Baumstammenden bildeten.
Auch das Gestein der umliegenden Hügel hatte sehr schöne Farben. Diese
reichten von weiß über zart blau bis hin zu violett. Die blaue Farbe
kommt von organischem Material. Durch Regen verändert diese Schicht
sich ständig und verschwindet irgendwann ganz aus dem Gestein.
Im nördlichen Teil des Petrified Forest wandelt sich das Gestein von
blau in rot. Die rote Farbe kommt von den Erzen im Boden, die mit der
Luft oxidieren.
Außerdem konnten wir uns im nördlichen Teil des N. P. auch Petroglyphen
(Steinzeichnungen der Indianer) anschauen.
Nach ausgiebigen Spaziergängen im Petrified Forest fuhren wir zum
Meteor Crater (liegt auf dem Weg zurück nach Flagstaff).
Der Crater ist ca. 180 m tief. Das entspricht einem Hochhaus mit ca. 60
Stockwerken. Er ist 1250 m breit und hat einen Umfang von ungefähr 5
km. Es gab sogar Broschüren in deutscher Übersetzung. So mußte Erik mir
nicht alles übersetzen. Der Crater war sehr beeindruckend.
Da wir wieder sehr früh in Flagstaff waren, beschlossen wir am Pool zu
faulenzen und uns für morgen auszuruhen.
Heute sind wir 280 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.306 Meilen).
Mittwoch, 05. Juni 2002
Nach dem Frühstück besuchten wir den
Walnut Canyon. Der Walnut Canyon ist sehr schön und die Felswohnungen
der Sinagua Indianer waren sehr beeindruckend. Bis wir zu den Wohnungen
kamen mußten wir 240 Stufen herab steigen. Der Anblick den uns der
Canyon bot war die Anstrengung auf jeden Fall wert. Hier gab es eine
Vielzahl von Pflanzen. Von der großen Tiervielfalt sahen wir
ausgenommen von ein paar Lizards (Salamander) aber nichts.
Die Anstrengung beim Ab- und Aufstieg des Walnut Canyon war aber nicht
zu Vergleichen mit dem Aufstieg zum Lennox Crater im Sunset-Crater N.P.
Dort mußten wir auf losem Lavasand ohne befestigte Wege hinauflaufen.
Wir waren froh als wir endlich oben waren. Dafür war der Anblick
umwerfend. In dieser Gegend gibt es ca. 600 Vulkane und vom
Lennox-Crater aus hat man einen super Blick auf einige. Der Boden hier
bestand fast ausschließlich aus schwarzem Lavasand. Trotzdem wachsen
hier sogar recht viele Bäume.
Schließlich
liefen wir noch den Lava Flow Trail am Fuße des Sunset-Craters entlang,
da man auf den Sunset-Crater wegen der hohen Waldbrandgefahr z. Zt.
nicht kommt. Auf diesem Trail gab es die verschiedensten Lavaformen und
auf Tafeln konnte man die Entstehungsgeschichte nachlesen. Auf einem
Rastplatz aßen wir dann noch die restliche Pizza aus dem Strombollies.
Und weiter gings nach der Pause zum Wupatki N. P. Hier besichtigten wir
die Ruinen der Wupatki, die schon in Häusern lebten und fuhren dann
weiter zum Grand Canyon. Wir wußten ja ungefähr was uns hier erwartet.
Aber in Original verschlägt einem der Anblick des Grand Canyon fast die
Sprache und wir freuten uns immer mehr auf den Hubschrauberflug.
Nachdem wir den Grand Canyon noch von verschiedenen anderen
Aussichtspunkten betrachtet und bewundert hatten kehrten wir in unser
Hotel ein.
Heute sind wir 192 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.498 Meilen).
Donnerstag, 06. Juni 2002
Gegen 04:30 Uhr standen wir heut Morgen
auf, um uns den Sonnenaufgang im Grand Canyon anzusehen. Auf dem Weg
zum Aussichtspunkt begegnete uns ein riesiges Mule Deer (Zuerst dachten
wir es wäre ein Elch so groß war der, aber es soll hier ja
wahrscheinlich keine Elche geben). Der hatte aber mehr Angst vor uns
als wir vor Ihm. 
Am Aussichtspunkt angekommen mußten wir noch bis ca. 05:15 Uhr warten
bis sich die Sonne zeigte und wir den Grand Canyon in seiner vollen
Pracht bewundern konnten.
Später fuhren wir dann zum Hotel zurück. Auf dem Rückweg begegneten und
noch zwei Mule Deer Herden und, ein Präriehund, den es einen Dreck
kümmerte, daß alle Autos um Ihn herumfahren mußten, weil er mitten auf
der Straße herumlief. Im Hotel frühstückten und fieberten dem
Hubschrauberflug entgegen. Um 10:00 Uhr war es dann soweit. Unser
Hubschrauber hob vom Boden ab. Ich saß direkt neben dem Piloten und da
rund um mich herum zu ca. 95 % nur Glas war, hatte ich die beste
Aussicht. Aber auch Erik hatte einen Platz direkt am Fenster. Aus dem
Hubschrauber
heraus bot sich eine einzigartige Sicht und der Canyon zeigte sich in
voller Farbenpracht und meine Befürchtungen mir würde Übel werden
bestätigten sich nicht. Wir konnten den Flug also in vollen Zügen
genießen. Sogar die Erklärungen wurden auf Deutsch angesagt.
Nach dem Rundflug besserten wir unsere Wasservorräte auf und tankten
voll. Dann gings noch an einigen Aussichtspunkten vorbei in Richtung
Page. In Page buchten wir uns erst einmal ein Zimmer im Best Western
und machten uns dann auf zum Glen Canyon Dam. Leider wurden die
Führungen in den Dam für diesen Tag abgesagt. Wir hielten uns aber
trotzdem noch ein Weilchen dort auf und genossen die schöne Aussicht
auf den Lake Powell, der durch die Stauung des Colorado River
entstanden ist.
Heute sind wir 192 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.690 Meilen).
Freitag, 07. Juni 2002
Wir versuchten heute Morgen vergeblich in
Deutschland anzurufen. Unser Handy hatte keinen Empfang und die
öffentlichen Telefone waren nicht dafür geeignet.
Danach gings dann zum Antilope Canyon. Die Tour wurde geleitet von
Jessie Allen. Jessie war ein lustiger Vogel und erzählte uns sehr viel
über den Canyon. Der Canyon ist ein Muß, wenn man in Page ist. Die
bizarren Formen und Farben kann man gar nicht in Worte fassen. Es ist
aber auch nicht ganz ungefährlich in den Antilope Canyon zu gehen, denn
wenn in der Umgebung Unwetter waren, kann es sein, daß Sturzfluten den
Canyon binnen einer Stunde füllen und dann hat man keine Chance mehr
heraus zu kommen. Aber wie man sieht, hatten wir Glück und strahlend
blauen Himmel.
Durch
die ständigen Sturzfluten kommt es vor, daß der Canyon sich innerhalb
von wenigen Jahren sehr stark verändert. So hatte uns z. B. Jessie
Bilder, die ca. 5 Jahre auseinander lagen. Auf dem einem Bild stand er
unter dem Felsen und auf dem anderen konnte er den Arm auf den Felsen
legen.
Nach der Tour wechselten wir noch Traveler Schecks um und dann fuhren
wir weiter zum Monument Valley,
welches
kein N. P. ist. Das Monument Valley ist ein Navajo Resort und noch
heute leben dort einige Navajos in Erdhütten, wie Ihre Vorfahren. Durch
das Monument Valley führt nur eine unbefestigte Straße und wir
befürchteten schon, daß unser Auto einigen Schaden nehmen würde. Auch
diesmal hatten wir Glück und das Auto blieb heil. Das Monument Valley
ist ein beeindruckendes Tal mit seinen Felsen, die man ja aus den
Western kennt.
Wir verließen das Monument Valley, nachdem wir uns alles angeschaut
hatten und fuhren weiter in Richtung Cortez.
Auf dem Weg dorthin
machten wir einen Zwischenstopp am Vierländereck, wo wir gleichzeitig
in New Mexiko, Arizona, Nevada und Utah stehen konnten.
Bei Cortez liegt der Mesa Verde N. P., den wir uns Morgen anschauen
wollen.
Heute sind wir 295 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 1.985 Meilen).
Samstag, 08. Juni 2002
Nach dem Frühstück besuchten wir den Mesa
Verde N. P. Hier betrachtetem wir uns die Ruinen der Indianer, die in
ähnlichen Behausungen leben wie die Sinagua Indianer im Walnut Canyon,
mit dem Unterschied, daß die Indianer im Mesa Verde bereits in
zweistöckigen Wohnungen lebten. Hier sahen wir auch deutlich die
Entwicklung der Indianer, die zuerst in einfachen Erdwohnungen lebten
und Jäger und Sammler waren und später dann in mehrstöckigen Häusern
und bereits Ackerbau betrieben. Allerdings hatte uns der Walnut Canyon
vom Landschaftsbild her besser gefallen. Nach dem Mesa Verde besuchten
wir noch den Natural Bridges N. M. Hier konnten wir drei Steinbrücken
in hellem, fast weißem Gestein besichtigen, zu denen man auch wandern
konnte. Was uns hier am besten gefiel, war, daß die Wege zu den Brücken
noch unbefestigt und natürlich waren. Wir mußten wie früher die
Indianer über Felsen klettern und Leitern hinabsteigen oder an
Abgründen vorbeilaufen.
Nachdem wir vom klettern erschöpft waren und alle Brücken gesehen
hatten fuhren wir weiter nach Moab (dort liegt der Arches N. P.) und
buchten uns ein Zimmer im Ramada Inn.
Heute sind wir 334 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.319 Meilen).
Sonntag, 09. Juni 2002
Im Arches N. P. versuchten wir uns zuerst
an einem kleinen Wanderweg, bevor wir uns entschlossen den großen
unbefestigten Weg von ca. 12 km zu laufen. Die Gegend des Arches 
N. P. war wunderschön mit seinen grandiosen Felsformationen und Arches
(Felsbrücken).
Erschwert wurde unsere Wanderung durch den heftigen Wind (trotzdem war
es sehr heiß und wir hatten strahlend blauen Himmel) und den Sand, der
uns so heftig gegen die Beine geweht wurde, daß es weh tat. Davon
ließen wir uns allerdings nicht abschrecken und setzten unsere
Wanderung zum Doppelarches und anderen außergewöhnlichen
Felsformationen fort. Dabei mußten wir an Abhängen vorbei, über Felsen
klettern, auf schmalen Felsstegen wandern, Felsen herunter rutschen und
durch tiefen Sand laufen. Am Doppelarches, den wir nach ca. 2 Stunden
Wanderung erreicht hatten machten wir eine kleine Pause (Erik kletterte
auch noch auf den Doppelarches), bevor wir den Difficult Trail (ein
primitiver schwieriger Weg) zum Auto zurück liefen.
Der
Difficult Trail raubte uns die letzten Kräfte und wir hätten uns
beinahe noch verlaufen. Nach ca. 4 - 5 Stunden erreichten Erik und ich
völlig niedergeschlagen und müde das Auto (Wir konnten froh sein, daß
wir genug Wasser dabei hatten). Vor dem Auto befreiten wir uns erst
einmal vom Sand . Trotz unserer Abgeschlagenheit besichtigten wir dann
doch noch einige andere Arches (z. B. Nord- und Südfenster) und
beschlossen noch eine weitere Nacht in Moab im Super 6 Motel zu
übernachten.
Heute sind wir 53 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.372 Meilen).
Montag, 10. Juni 2002
Wir hatten heute erst mal ausgeschlafen,
bevor wir zum Colorado N. M. aufgebrochen. Allerdings hätten wir uns
den Colorado N. P. sparen können. Dieser wirkte nicht mehr sehr
beeindruckend auf uns, nachdem wir uns schon den Grand Canyon angesehen
hatten. Er besaß zwar auch eine herrliche Landschaft, jedoch war diese
mit den anderen Parks nicht zu vergleichen. Deshalb hielten wir uns
auch hier nicht sehr lange auf und fuhren weiter zum Capitol Reef.
Dieser entsprach wieder ganz unserem Geschmack mit seiner Farbvielfalt,
den Steilhängen und skurrilen Formen. Leider konnten wir uns dort auch
nicht all zu lange aufhalten, da wir noch ein Stück weiterfahren
wollten in Richtung Bryce Canyon. Die Suche nach einem Zimmer war
diesmal gar nicht so einfach, da es zwischen Capitol Reef und Bryce
Canyon keine richtigen Ortschaften gab. Wir fuhren dann doch noch bis
zum Bryce Canyon und buchten uns ein Zimmer in der Bryce View Lodge
ganz in der Nähe des Parkeingangs.
Auf dem Weg zum Bryce Canyon hatten wir, daß Glück auch noch einige
Tiere, wie z. B. Streifenhörnchen, Lizards, Präriehunde, Rehe usw., zu
sehen. Aber einen Berglöwen bekamen wir nicht zu Gesicht.
Heute sind wir 477 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.849 Meilen).
Dienstag, 11. Juni 2002
Heute machten wir uns direkt auf zum Bryce
Canyon. Was wir hier zu sehen bekamen übertraf alles was wir bisher
gesehen hatten. Der Bryce Canyon ist mit seinen orangnen und
korallfarbenen Bergen und Gesteinsformationen eine Wucht. Farben in der
Natur mit einer solchen Leuchtkraft hatten wir noch nie gesehen und wir
konnten uns gar nicht genug an der Schönheit des Bryce Canyons
erfreuen. Hier machte es wirklich sehr viel
Spaß
durch die leuchtenden Täler und Schluchten zu laufen. Gegen den Bryce
Canyon sahen die Farben im Grand Canyon blaß aus.
An einem Rastplatz im Bryce Canyon aßen wir zu Mittag. Dabei hatten wir
Gesellschaft von drei Streifenhörnchen.
Am Nachmittag brachen wir dann auf zum Zion N. P. In Springdale
mieteten wir uns dann ein Zimmer in der Terrace Brook Lodge. Heute
fuhren wir nur ein kleines Stück durch den Zion
N. P., da wir um nach Springdale zu kommen schon ein Stück durchfahren
mußten. Morgen werden wir uns dann den Rest mit dem Shuttle ansehen.
Heute sind wir 46 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 2.995 Meilen).
Mittwoch, 12. Juni 2002
Heute gings direkt zum Zion N. P. Unser
Auto parkten wir auf dem Parkplatz vor den Visitor Center im Park. Mit
dem Shuttle fuhren wir dann zur Zion Lodge und gingen von dort zu Fuß
weiter auf dem Upper Emmerald Trail. Auf diesem Fußweg kamen wir an
kleinen Wasserfällen und deren Becken vorbei. Von dem Upper Emmerald
Trail gelangt man auf den Grotto Trail. Auf dem Grotto Trail konnten
wir sogar kleine Biber beobachten. Am Ende des Grotto Trail ist ein
kleiner Rastplatz. Von dort aus fuhren wir mit dem Shuttle wider zurück
zur Zion Lodge. Dabei sahen wir noch Hirsche, Rehe, und Truthähen. Wir
kauften uns kalte Getränke und setzten uns in die Sonne. Gegen 13:00
Uhr waren wir wieder am Visitor Center und fuhren weiter in Richtung
Las Vegas.
Ca. 1 Stunde von Las Vegas entfernt besuchten wir das Valley of Fire.
Es ist ein sehr schönes Tal mitten in der Wüste und fasziniert durch
seine feuerroten Felsen im Wechsel mit gelben und weißen Felsen. Hier
absolvieren Piloten auch Ihr Testflüge.(Haben wir selbst bemerkt, als
ein riesiger Schatten über unser Auto flog, und kurz darauf zwei
Düsenjet in niedriger Höhe über uns wegflogen) Leider ist es in dem Tal
sehr heiß und wir beschlossen deshalb nur einen kleinen Weg zu wandern.
Dann gings weiter nach Las Vegas. Dort buchten wir uns ein Zimmer im
Luxor Hotel. Das
Luxor
war ein Hotel, das aussah wie eine Pyramide. Von außen wirkte es
richtig klein, aber innen konnte man sich verlaufen.
Trotz anfänglicher Müdigkeit machten wir uns frisch und liefen noch zum
Stratosphere Tower (ca. 4 Meilen). Auf dem Weg dorthin sahen wir uns
noch die Piratenschau am Treasur Island Hotel an (war umwerfend, was
hier aufgebaut wird).
Danach
fuhren mit dem Aufzug (von 0 auf 280 m in ca. 37 Sekunden) auf den
Stratosphere Tower und betrachteten uns Las Vegas aus einer Höhe von
ca. 280 m. Auf dem Tower befindet sich noch eine Achterbahn und ein
Free Fall Tower (ca. 50 m hoch). Mit denen wir natürlich auch fuhren.
Aber wir machten einen Fehler wir fuhren zuerst mit dem Free Fall Tower
und dann mit der Achterbahn. Nach dem Tower war die Achterbahn nicht
mehr beeindruckend. Auf dem Tower wird man zuerst hochgeschossen und
fällt dann in freiem Fall wieder bis zum Ausgangspunkt zurück (bei
einer Fahrt 3 x rauf und runter). Wir kamen uns vor, als wenn wir
schweben würden. Das Gefühl der Schwerelosigkeit war herrlich.
Dann traten wir den ca. 4 Meilen langen Rückweg zu unserem Hotel an.
Dabei schauten wir uns noch die Wasserschau am Bellagio Hotel (Ocean's
Eleven) und den Vulkanausbruch am Mirage Hotel an.
Mit Blasen an den Füßen gings dann zurück ins Hotel.
Heute sind wir 227 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 3.222 Meilen).
Donnerstag, 13. Juni 2002
Gleich nach dem Frühstück im Pyramiden
Cafe verlängerten wir unsere Buchung des Hotels um 1 Nacht, weil es uns
hier so gut gefallen hat. Dann gings zum Pool. Leider konnte Erik die
Sonne nicht so genießen, weil seine Beine vom Arches N. P. immer noch
lädiert waren.
Am
Nachmittag gings dann wieder auf den Strip und wir schauten uns die
anderen Hotels in Ruhe an. Im Mirage betrachteten wir uns einen Tiger
von Siegfried und Roy. Leider war kein weißer Tiger zu sehen.
Danach schauten wir uns das Venetian an (Es ist das größte Hotel der
Welt.) Vom Venetian waren wir sehr beeindruckt. Im Venetian drin kann
man mit einer Gondel fahren, wie in Venedig. Außerdem sind dort die
drei Tageszeiten in Einkaufsstraßen dargestellt. Die Decke ist angemalt
wie der Himmel draußen und wir kamen uns auch so vor, als wenn wir
Draußen stehen würden. Wir aßen dann noch eine Kleinigkeit im Venetian
und liefen danach weiter Richtung Downtown (Alt Las Vegas). Dabei
mußten wir eine ziemlich herunter gekommen Gegend durchqueren, da es
vom Stratosphere Tower (Ende vom Strip) bis nach Downtown noch ca. 2
Meilen waren
(Ein
bißchen unheimlich war es schon). Downtown hat auch einiges zu bieten.
Hier fanden wir z. B. eine Einkaufspassage mit einem Dach, an dem über
2 Mio. Lampen angebracht auf denen ein kleiner Film abläuft. Wir liefen
noch etwas in Downtown herum und schauten uns die Gegend an und fuhren
dann anschließend mit dem Bus zurück zum Stratosphere Tower. Wir fuhren
den Tower noch mal hoch um Las Vegas bei Nacht zu filmen um die Farben
für zu Hause festzuhalten. Zu Fuß gings dann zurück in Richtung Hotel.
Auf dem Weg dorthin filmten wir noch einige Shows (Wasserfontainen am
Bellagio, Vulkanausbruch am Mirage).
Gegen 0:45 stolperten wir dann mit Plattfüßen in unser Hotel.
Heute sind wir kein Auto gefahren.
Freitag, 14. Juni 2002
Heute schliefen wir uns erst einmal aus.
Nach dem Essen gings zum Stratosphere Tower (diesmal mit dem Bus). Dort
kauften wir einige Souvenirs, sowie Filme und eine Batterie für den
Fotoapparat. Anschließend gings mit dem Bus wieder zurück zum Hotel.
Wir machten uns etwas frisch und gingen dann im Pharaos Restaurant ans
Buffet essen. Danach spielten wir im Casino an den einarmigen Banditen
(natürlich nichts gewonnen) und ließen den Abende gemütlich ausklingen.
Auch heute fuhren wir kein Auto.
Samstag 15. Juni 2002
Heute frühstückten wir noch einmal so
richtig fürstlich, bevor wir zum Lake Mead und zum Hoover Dam
aufbrachen. Wir kauften uns am Hoover
Dam
Tickets und machten eine Führung durch den Dam mit. Was wir sahen und
hörten war sehr interessant. Der Hoover Dam ist der größte Damm der
Erde und besitzt 8 Generatoren. Danach gingen wir noch auf dem Damm
spazieren und genossen die schöne Aussicht auf den Lake Mead.
Gegen Mittag gings dann weiter zum Death Valley. Dort machten wir auf
der Suche nach einer Tankstelle einen kleinen Umweg, den wir uns hätten
sparen können, wenn wir im Valley noch ca. 1 km weiter gefahren wären
und nicht umgedreht hätten (Aber das konnten wir ja nicht wissen und in
der Wüste stehen zu bleiben wäre auch kein Vergnügen gewesen. Naja
sicher ist sicher).
Obwohl das Death Valley nur aus Wüste besteht schimmerten die Berge und
Felsen um das Tal in allen möglichen Farben und im Tal selbst
wechselten sich ausgetrocknete Salzseen, Oasen und Steppen ab.
Am Badwater dem tiefsten Punkt der USA (85 m unter dem Meeresspiegel)
gabs sogar noch eine Wasserlache. Trotz der großen Hitze überleben in
der trockenen Kruste noch Muscheln und andere Schalentiere die Zeit bis
zur Schneeschmelze.
In Stove Pipe Wells übernachteten wir in einem einfachen aber sauberen
Motel. Auf dem Weg dorthin konnten wir die berühmten Sanddünen des
Valleys betrachten. Der Sand der Dünen ist fein wie Puderzucker.
Heute sind wir 406 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 3.628 Meilen).
Sonntag, 16. Juni 2002
Nachdem wir uns heute im Death Valley noch
eine alte stillgelegte Gold- und Silbermine angeschaut und noch ein
paar Souvenirs, T-Shirts und
Postkarten gekauft hatten gings dann auf den langen Weg zum Sequoia N.
P. Da dieser N. P. nur eine Zufahrt besitzt mußten wir fast um den Park
herum fahren. Dazu kam noch, daß wir uns in der Nähe von Kernville um
ca. 20 Meilen verfuhren, weil die Straße auf die wir mußten in einer
Richtung ausgeschildert war in der anderen nicht.
Wir verbrachten fast den ganzen Tag im Auto und waren gegen 17:30 Uhr
am Sequoia N. P. und buchten ein Best Western Motel in Tree Rivers.
Heute sind wir 440 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.068 Meilen).
Montag, 17. Juni 2002
Nach ausgiebigem Frühstück brachen wir
heute Morgen zum Sequoia N. P. auf. Auf dem Weg durch den N. P.
begegneten uns schon einige Big Trees (Mammutbäume). Zwischen Zweien
dieser Big Trees mußten wir sogar durchfahren, um zum Big Tree Museum
zu gelangen. Auf dem Big Tree Trail, sowie dem Beatle Rock Trail am
Museum konnten wir die schönsten Exemplare der Big Trees bewundern.
Danach suchten wir den General German. Er gilt als ältestes Lebewesen
und als größter Baum der Erde. Er ist ca. 89 m hoch, ca. 2.300 - 2.700
Jahre alt und hat einen Umfang von 12 m. Wir mußten uns die Köpfe ganz
schön verrenken um überhaupt seine Krone zu sehen. Wir kamen uns ganz
schön winzig vor. Auf dem selben Trail war auch noch eine Baumscheibe
ausgestellt, welche ungefähr einen Durchmesser von 2,5 m hat und ca.
2.000 Jahre alt ist, sowie ein umgefallener Big Tree, in den man einen
Tunnel geschlagen hat, der so hoch war, daß ich mich ausgestreckt
hinein stellen konnte.
Im Visitor Center kauften wir uns später noch Tickets für die Crystal
Cave (Tropfsteinhöhle).
Hier konnten wir einige bizarre Steinformen (z. B. mit viel Phantasie
Gorilla oder Drache) bewundern. In der Höhle hatten wir zum ersten Mal
seit wir in der USA sind lange Kleider an, da die Temperatur immer
konstant 10° beträgt. Die Höhle ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Dann gings weiter zum Kings Canyon. Zuerst besuchten wir die Grizzy
Fälle unsere ersten etwas größeren Wasserfälle und bewunderten danach
noch einige Zeit die herrliche Landschaft und die ausgefallenen
Steinformationen bis wir uns nach Fresno aufmachten . Wir übernachteten
im Motel Sequoia (ca. 100 Meilen vom Yosemite N. P. entfernt).
Heute sind wir 209 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.307 Meilen).
Dienstag, 18. Juni 2002
Gegen
08:00 Uhr waren wir schon im Yosemite N. P. und betrachteten uns die
höchsten Wasserfälle, die Yosemite Fälle, der Welt. Später liefen wir
dann den Fußweg bis zu den Vernal Fällen hinauf. Dort wurden wir durch
das schäumende Wasser ganz schön naß (Schöne Abkühlung und bis wir am
Auto waren, waren wir wieder trocken). Die Vernal Fälle und der
Bridalveil Fall bieten ein imposantes Naturschauspiel.
Nachdem wir uns die schönsten Wasserfälle angeschaut hatten und schon
einige km gelaufen waren gings dann in den Nordosten des Parks. Hier
herrschten schon etwas kühlere Temperaturen und wir kamen an einigen
kristallklaren
Bergseen
vorbei. An einem machten wir Pause aßen unsere Vorräte aus dem
Supermarkt und genossen die herrliche Idylle in der Fels- und
Berglandschaft. Wir waren nun schon auf ca. 9.000 Fuß Höhe. Es lag
sogar hier und da noch etwas Schnee, obwohl die Temperaturen relativ
hoch waren.
In Lee Vinning am Mono Lake (bekannt durch seine Ablagerungen) buchten
wir uns im El Mono Motel ein Zimmer.
Heute sind wir 189 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.496 Meilen).
Mittwoch, 19. Juni 2002
Von Lee Vinning brachen wir heute auf zum
Lake Tahoe. Wir mußten wegen einem Waldbrand (bei Walker) einen kleinen
Umweg fahren, bevor wir den Lake Tahoe erreichten. Der Lake Tahoe gilt
als der schönste Bergsee der USA. In Lake Tahoe City aßen wir zu
Mittag, und genossen danach noch etwas die Sonne und den schönen Blick
auf den See, der auch als beliebtes Ferienziel gilt (man konnte auch
darin schwimmen).

Am frühen Nachmittag brachen wir dann auf nach Sacramento. Dort
besuchten wir Old Sacramento. Wir fühlten uns in Old, wie um ca. 120
Jahre in der Zeit zurückversetzt. In Sacramento Downtown buchten wir
ein Zimmer im Quality Inn und liefen dann noch etwas durch die Straßen
von Sacramento. Im Westfield Center (Einkaufszentrum) aßen wir zu Abend
und liefen dann zurück zu unserem Motel.
Heute sind wir 244 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.740 Meilen).
Donnerstag, 20. Juni 2002
Schon früh machten wir uns heute auf nach
San Francisco. Vor der Bay Bridge mußten wir eine Kaution bezahlen (ist
scheinbar bei allen Brücken hier so). Auf der Bay Bridge steckten wir
dann im zähflüssigen Verkehr fest. In San Francisco suchten wir als
erstes die Golden Gate (war aber gut ausgeschildert). Auf dem Weg
dorthin kamen wir an der berühmten Lombard Street (kurvenreichste
Straße von San Francisco) vorbei und fuhren diese auch gleich hinunter.
An
der Golden Gate angekommen mußten wir nach all den heißen
Wüstengebieten feststellen, daß es hier durch das ozeanische Klima und
den Wind recht kühl war. Außerdem befand sich die Brücke im Sommernebel
und wir sahen nur einen kleinen Teil davon.
Wir beschlossen uns erst mal ein Zimmer zu suchen, bevor wír weiter auf
Entdeckungsreise gehen wollten. Im Broadway Manor Inn wurden wir fündig
und buchten für die nächsten 3 Tage ein Zimmer.
Wir zogen uns wärmer an und dann gings zu Fuß zum Cable Car Museum
(sehr interessant). Von dort aus fuhren wir dann mit dem Cable Car bis
zur Endstation. An den Endstationen werden die Cable Cars, die nur in
eine Richtung fahren können immer noch von Hand gedreht.
Direkt an der Endstation befand sich das SF-Shopping Center. Hier aßen
wir etwas zu Mittag, bevor wir uns aufmachten zu Fishermans Warf. Wir
buchten eine Tour nach Alcatraz für Samstag, da vorher schon alle
Touren ausgebucht waren.
Am Pier 39 direkt bei Fishermans Warf besuchten wir das Aquarium of the
Bay. Wir konnten in einem gläsernen Tunnel beobachten, wie die Haie
gefüttert wurden. Außerdem sah man noch viele andere seltene
Meeresbewohner (z. B. Rochen).
Im Streichelzoo konnten wir dann sogar die Rochen und Haie streicheln.
Diese haben eine sehr zarte weiche Haut. Es war phantastisch diese
Tiere hautnah zu erleben.
Nach der Aquarium Tour liefen wir noch etwas durch die Geschäfte von
Fishermans Warf, wo ich mir wegen der kühlen Temperaturen eine Jacke,
sowie Souvenirs kaufte.
Später liefen wir dann zu unserem Motel zurück.
Heute sind wir 98 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 4.838 Meilen).
Freitag, 21. Juni 2002
Wir schliefen uns heute erst mal richtig
aus. Dann gings zum Civic Center, wo sich die City Hall (Rathaus)
befindet. Da die Bibliothek erst um 12:00 Uhr öffnete und wir nicht so
lange warten wollten liefen wir zum Golden Gate Park. Von der City Hall
ist dieser ca. 4 Meilen entfernt. Wir liefen dann die JFK-Street durch
den Park. Dabei begannen uns die Füße zu qualmen. Denn wir
unterschätzten die Entfernung, da unsere Karte zwei Maßstäbe hatte. Der
Park war nämlich 50 Häuserblocks lang und bis wir durch waren hatten
wir für heute schon mehr als 8 Meilen zurückgelegt.
Wir liefen dann noch ein Stück weiter bis zu einer Bushaltestelle und
nahmen den Bus in Richtung City zur Market Street um unsere Füße zu
schonen. Im SF-Shopping Center aßen wir zu Mittag und machten danach
einen Geschäftebummel, bevors zurück zum Motel ging.
Am Abend gingen wir dann ins Hard Rock Cafe und ließen es uns bei einem
gemütlichen Abendessen gutgehen.
Heute sind wir kein Auto gefahren.
Samstag, 22. Juni 2002
An Fishermans Warf frühstückten wir heute
erst einmal ausgiebig. Da von dort aus kein Bus zur Golden Gate fuhr,
mußten wir den ganzen Weg, das heißt die ganzen steilen Straßen von SF
zurücklaufen bis zum Motel, um mit dem Auto loszuziehen. Auf einem
Parkplatz stellten wir das Auto ab und liefen zu Fuß auf die Brücke.
Leider war diese auch heute wieder im Nebel und mit guter Sicht nichts
drin.
Wir fuhren dann mit dem Auto zurück zum Motel und liefen wieder nach
Fishermans Warf, wo wir uns die Zeit vertrieben bis unsere Tour nach
Alcatraz los ging.
Mit dem Boot gings dann gegen ca. 15:45 los zur Insel. Wir bekamen
Kopfhörer mit deutscher Übersetzung und dann gings ins Gefängnis hinein.
In einige Zellen konnte man hineingehen.. Nur ein Fluchtversuch von
Alcatraz gelang. Allerdings weiß man bis heute nicht was aus den 3
Sträflingen geworden ist und ob sie überhaupt lebend die Küste von SF
erreichten.
Auf Alcatraz war sogar ein ehemaliger Wärter anwesend der sein Buch
signierte. Er hatte damals als jüngster Wärter auf Alcatraz angefangen
(mit 15 Jahren).
Wir kauften uns noch einige Souvenirs (deutsche Übersetzung zu
Alcatraz). Diese wollte er uns aber nicht signieren, da es nicht sein
Werk war.
Auf dem Weg zurück zum Festland hatten wir einen wunderbaren Blick auf
die Golden Gate. Diesmal ohne Nebel.
Wieder auf dem Festland aßen wir zu Abend und kauften noch Souvenirs an
Fishermans Warf, bevors zurück zum Motel ging.
Heute sind wir 10 Meilen gefahren
(Gesamtstrecke: 4.848 Meilen).
Sonntag, 23. Juni 2002
Bevor wir SF verließen gings wieder zur
Golden Gate. Wir hatten Glück und konnten sie diesmal ohne Nebel
bewundern.
Dann brachen wir auf nach San Jose und besuchten dort das Winchester
House. Das Winchester House gehörte der Familie Winchester. Nach dem
Tod Ihres Mannes begann die abergläubische Mrs. Winchester an dem House
anzubauen, da sie glaubte sie könne so die bösen Geister verwirren
derer die durch eine Winchester Pistole starben.
Dabei wurden Treppen im Zickzack gebaut, Schranktüren wo keine Schränke
sind und Treppen bis unter die Decke.
Auch die Zahl 13 spielt im Haus eine große Rolle. So haben z. B.
Abflüsse 13 Löcher, oder es befinden sich immer 13 Kleiderhacken an den
Wänden.
Außerdem ließ sie an einen 12 armigen Kronleuchter noch eine 13. Kerze
kleben.
Im Haus selbst findet man wertvolle Tifanie Fenster, wobei eines über
50.000 Dollar kostete. Wenn das Fenster an der Südseite eingebaut
worden wäre, hätte es einen ganzen Raum durch seine Kristalle
erleuchten können. Frau Winchester ließ es allerdings an der Nordseite
einbauen und verfehlte dadurch die Wirkung. Um diesen Fehler
auszugleichen ließ sie ein Dachfenster einbauen, was auch nicht viel
half.
Einmal hätte Frau Winchester Besuch bekommen. Es war Präsident Lincoln.
Da sie aber sagte er solle wie alle Angestellten und Arbeiter den
Lieferanteneingang benutzen, ging dieser wieder.
Um das Haus herum befindet sich ein wunderschöner Garten.
Das alles konnte sich Frau Winchester gut leisten, weil Sie von Ihrem
Mann ca. 22 Mio. Dollar erbte und pro Tag noch 1.500 Dollar an
Wertpapieren von der Firma bekam.
Nach dem Besuch des Houses wollten wir uns noch das Hirst Castle
anschauen. Es ist ein Schloß das sich ein exzentrischer Millionär bauen
ließ, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen. Er ließ etliche Jahre
daran bauen aber es wurde zu seinen Lebzeiten nicht mehr fertig.
Leider waren alle Touren für diesen Tag schon ausgebucht und wir
konnten das imposante Schloß nicht besuchen.
Wir aßen noch etwas und beobachteten die Raben, die hier darauf
warteten, daß etwas für sie übrig bleibt.
Dann fuhren wir direkt weiter nach Morrow Bay, wo wir uns in der Nähe
des Hafens im Twin Dolphins ein Zimmer nahmen.
Wir liefen noch etwas am Hafen entlang und gingen schließlich ins Hotel.
Heute sind wir 225 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 5.113 Meilen).
Montag, 24. Juni 2002
Heute schliefen wir uns aus, da nur noch
die Rückfahrt nach Los Angeles anstand.
Auf dem Rückweg über den bekannten Highway 1 hielten wir auch an den
ganzen bekannten Stränden, die man sonst nur im Fernsehen sieht, wie(z.
B.
Santa Monica Beach und Malibu Beach, dort wo Baywatch gedreht wurde,
Venice Beach und andere)
In Malibu aßen wir im Pizza Hut zu Mittag, bevor wir über einen kleinen
Umweg nach Downtown Los Angeles in unser Hotel fuhren.
Heute sind wir 270 Meilen gefahren (Gesamtstrecke: 5.383 Meilen).
Dienstag, 25. Juli 2002
Da wir unseren Mietwagen schon früh
abgeben mußten, waren wir auch dementsprechend früh am Flughafen in
L. A. und mußten noch ca. 9 Stunden auf unsere Abreise warten. Zum
Glück konnten wir unser Gepäck schon aufgeben, so daß wir wenigsten
nicht so viel mit uns herumschleppen mußten.
Gegen Mittag schlugen wir uns dann in einem Restaurant am Flughafen
noch einmal den Bauch so richtig voll. Danach hieß es erst einmal
warten.
Zwischenzeitlich verpraßten wir im Dudy Free Shop noch unsere letzten
Dollars für Souvenirs, die man in Los Angeles allerdings erst beim
Einsteigen ins Flugzeug bekam. Hier hatten wir zum ersten Mal Pech,
denn die Flasche Wein war noch da, aber die Uhr die ich mir ausgesucht
hatte war unauffindbar und so bekamen wir unser Geld zurücküberwiesen.
Der Flug zurück ging schnell herum, da Erik und ich fast die ganze Zeit
schliefen.
An der Gepäckausgabe gabs dann die nächste Panne, denn es fehlte uns
ein Koffer. Dieser wurde dann allerdings vom Lufthansapersonal
aufgetrieben. Er war schon mit einem Flug früher mitgeschickt worden
und stand in der Halle für nicht abgeholte Gepäckstücke.
Eriks Vater wartete auch schon auf uns und wir fuhren mit ca. 1 Stunde
Verspätung nach Hause.
Gegen 18:30 Uhr kamen wir zu Hause an.
Heute sind wir 17 Meilen gefahren
(Gesamtstrecke: 5.400 Meilen).